Ich war lange in einem Körper, in dem ich mich nicht wohlfühlte.
Dazu ein Kopf, der nicht stillhalten konnte. Perfektionismus, Leistungsdruck, das Gefühl, nicht genug zu sein. Kontrolle loslassen, anderen vertrauen, mir selbst vertrauen, alles schwer.
2015 fing ich an, mit meinem Körper zu arbeiten. Erst Krafttraining, später Yoga. Und irgendwann habe ich gemerkt: Im Kopf hatte ich die Antwort nicht. Mein Körper schon.
Heute weiß ich, dass ich nicht weniger perfektionistisch geworden bin. Ich habe nur gelernt, dem Perfektionismus nicht mehr jedes Mal zu glauben. Ich bin nicht ruhiger geworden, ich kenne die Unruhe nur besser. Und ich bin nicht sanfter oder stärker geworden. Ich erlaube mir beides.